...zurück zur Archiv-Übersicht.


 
"Frieden schaffen - doch mit Waffen? " - Das Herbstseminar 2007

  Unter "Impressionen" befinden sich einige Fotos zum Seminarwochenende.

"Manchmal ist es so schwer, Gute und Böse zu unterscheiden, im Krieg ist oft nur noch das Böse", resümiert Volker Heise, Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik zum Herbsttreffen des Friedensseminars Königswalde in seinem Referat. Inwieweit ist es überhaupt legitim errungene Werte, sei es der Frieden, die grundlegenden Menschenrechte oder auch die Demokratie mit Waffengewalt in die Welt zu tragen? Oder macht man sich eher mitschuldig zuzusehen, wenn Konflikte eskalieren und das Recht mit Füßen getreten wird?

Es waren schwierige Fragen, die in den Gesprächen zum Seminarthema "Frieden schaffen - doch mit Waffen?" aufgeworfen wurden, einfache Antworten und Allroundrezepte sind für Konfliktlösungen nicht möglich. Ob in Birma, dem Nahen Osten oder im Sudan, Gewalt ist überall in der Welt, und schafft immer neue Probleme, anstatt sie zu lösen. Viel mehr müsse in präventive Maßnahmen investiert werden, die langjährige, kostspielige und gefährliche Militäreinsätze gar nicht erst nötig machen. Wenn, dann muss ein militärischer Einsatz stets allerletztes Mittel mit klarem Auftrag und Ziel sein, der Maßstab für Politik aber immer die Suche nach friedlichen Alternativen bleiben, um überhaupt die Glaubwürdigkeit westlicher Demokratien zu bewahren.

Passend umrahmt wurde das Seminar von einer Ausstellung des Glauchauer Künstlers Johannes Feige, die noch bis Ende November in der Königswalder Kirche für alle Interessierten zu sehen ist. Leid, Krieg und Gewalt können nur mit helfenden und dienenden Händen gelindert werden, wie seine Grafiken und Plastiken eindrucksvoll beweisen. Wie schön ist doch immer noch der Traum, Schwerter in Pflugschare zu verwandeln.

Sebastian Götz

---
 Das Referat ist als PDF-Datei zum Download verfügbar.

 

Impressum / Kontakt