Publikationen des Friedensseminars

Pressemitteilung "Erziehung zum Frieden statt Kriegsmarketing" zur Kooperationsvereinbahrung zwischen Bundeswehr und dem Kultusministerium Sachsen.
Medienresonanz gab es u.a. beim Evangelischen Pressedienst.
(21.12.2010)

Eingabe an die 26. Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens infolge des Herbstseminars 2010 zum Thema "Es geht auch ohne - ATOM/waffen/energie"
(November 2010)

Königswalder Erklärung zum Klimawandel - das Ergebnispapier des Frühjahrsseminars 2007, welches unter dem Thema "Vor uns die Sintflut" stand.
(Mai 2007)

 

Bücher über das Friedensseminar

Raum für Güte und Gewissen
- Das Christliche Friedensseminar Königswalde im damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt/DDR 1973-1990 -

"Im Herbst 1989, als der Ulbricht-Honecker-Staat in die Luft flog, fragten mich manche, wie denn das alles so plötzlich gekommen sei. Ich antwortete, diese Eruption hätte eine lange Vorgeschichte, und erinnerte mich an Königswalde [...]
Sie waren weder übermütig noch größenwahnsinnig,
Sie suchten Raum für Güte und Gewissen."
(Erich Loest)

Diese Publikation bietet Geschichte und Geschichten, Fotos, Dokumente und Originalton aus dem Christlichen Friedens-seminar Königswalde bei Werdau in Westsachsen, das schon seit 1973 ein "Raum für Güte und Gewissen" ist.
Denn die Friedliche Revolution war schon in den Köpfen und Herzen vieler Menschen in der DDR, bevor sie Hunderttausende mit dem Ruf "Keine Gewalt!" erfasste.

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Dieses Buch mit Tondokumenten-CD wurde herausgegeben vom Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage.
ISBN: 3-9810040-0-0
240 Seiten, Kraussreinhardt Werdau, 1. Auflage 2004

 

Das Christliche Friedensseminar Königswalde bei Werdau (von Matthias Kluge)
- Ein Beitrag zu den Ursprüngen der ostdeutschen Friedensbewegung in Sachsen -

Die bisher vorliegende Literatur zur christlichen Friedens-bewegung in der DDR konzentriert sich auf das runde Jahrzenht vor der Einfühung des Wehrkunde-Unterrichts bis zur friedlichen Revolution und hat vor allem die urbanen Zentren Berlin und Leipzig im Blick.
Kluges Buch sucht in einer Mikrostudie über das exponierte Fallbeispiel des Christlichen Friedensseminars Königswalde die Entstehung der innerkirchlichen Friedensarbeit in Sachsen nachvollziehbar zu machen, indem er neben der chronologisch abgearbeiteten Ereignisgeschichte beispielthaft auch ausgewählte Biographien wichtiger Akteure im Prozess ihrer politischen Sozialisation nachzeichnet. Als prägend für die Profilierung der späteren Exponenten erweist sich ihre Auseinandersetzung mit der wiedereingeführten Wehrpflicht und lässt sie schließlich zu dem werden, was als der Typus des "ostdeutschen Achtundsechzigers" umschrieben werden kann.
Mit der quellengestützten Untersuchung des ältesten sächsischen Friedensseminars (ab 1973) wird ein erster Beitrag zur Überwindung bestehender Forschungsdefizite geleistet.

Matthias Kluge, Jahrgang 1963, war aktiv in der christlichen Friedensarbeit der DDR. Mit der vorliegenden Arbeit wurde er im Jahr 2002 an der TU Chemnitz zum Dr. phil. promoviert. Der Autor publiziert zur sächsischen Landesgeschichte im Bereich der Zeitgeschichte, u.a. zum sächsischen Kirchenkampf.

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Dem Buch liegt eine CD mit verfügbaren Referatstexten des thematisierten Zeitraumes bei.
ISBN: 3-374-02092-5
528 Seiten, Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, 1. Auflage 2004

 

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